Wir befinden uns bei der alten Säge am Sagikanal zwischen den beiden Dorfkernen der Gemeinde. Entsprechend den geologischen Gegebenheiten haben sich auf den Anhöhen östlich und westlich des Baches und seines Überschwemmungsgebietes zwei Bauernhöfe angesiedelt und zu Dorfkernen entwickelt. Der Raum dazwischen in der Talsohle und in Wassernähe wurde industriell genutzt. Bauliche Zeugen sind die Mühle an der südlichen Talverengung von 1815 sowie die Säge und heutige Fledermosti.
Der städtebauliche Ansatz orientiert sich an diesen primären geologischen und räumlichen Rahmenbedingungen. Der flache Talboden zwischen dem Bach und dem künstlich angelegten Sagikanal mit seinen wertvollen Wiesen- und Gehölzstrukturen soll möglichst naturnah erhalten bleiben und der bauliche Eingriff auf den ursprünglichen Ort der Wassernutzung - beim ehemaligen Wasserrad (heute modernisierte Turbine) - konzentriert werden. Hinzu kommen die ortsbaulichen Potenziale des in zwei Kernen gewachsenen Dorfes, in dessen Mitte sich mit dem Schulhausbau von 1828 ein Zentrum und ein innerer Dorfkern herausgebildet haben. Vernetzt und doch in zweiter Reihe verstehen wir die Bebauung in der Bachaue als Teil dieses Dorfgefüges, in dem sie Stellung bezieht.
Programm: Städtebau, Wohnungsbau
Auftraggebende/Bauherrschaft: privat
Architektur: Matthias Bill, Architheke
Landschaftsarchitektur: SKK Landschaftsarchitektur
Ortsplanung: KARO Kollektiv für Raum und Ort