Die sensible Stelle im Dorfgefüge an der Ecke Kirchstrasse – Erlensträsschen liegt an der Kante des befestigten Strassendorfes Riehen und markiert den Übergang in das ursprüngliche Schwemmgebiet der Wiese. Der Schopf an der Kirchstrasse ist bis heute direkt an die Strassenkante gesetzt und hat bereits mehrere Nutzungsänderungen erfahren.
Zur Wahrung des wertvollen Gartens im nährstoffreichen Boden wird ein möglichst kleiner baulicher Eingriff in das städtebauliche Gefüge der Dorfstruktur im Rücken der Kirchburg mit Dorfkirche und Meierhof gesucht. Auch typologisch folgt die Anlage einer kompakten Ordnung: Die Räume werden direkt und eng zueinander gefügt, wodurch differenzierte räumliche Beziehungen im Geflecht zwischen Dorf und Garten entstehen. Kurze, mehrfach verknüpfte Wege ermöglichen einen flexiblen und vielfältigen Unterricht.
Beide Kindergartengruppen werden direkt über die gedeckte Pausenhalle mit dem Zugang wie auch mit dem Garten verbunden. Durch die sparsame Bebauung kann die Nutzung des Schulgartens mit direktem, separatem Gartentor und Anbindung zum Schulhaus „Erlensträsschen“ erhalten bleiben. Damit bleibt der Garten über den ganzen Tag nutzbar und bewirtschaftbar und stärkt über Generationen den Bezug zu Ort und Boden.
Programm: Doppelkindergarten
Auftraggebende/Bauherrschaft: Gemeinde Riehen
Architektur: Matthias Bill
Landschaftsarchitektur: Meta Landschaftsarchitektur
Statik: Holzprojekt